by Markus on October 14, 2008
Folgende einfache aber sehr anschauliche Grafik zeigt den möglichen Nutzen von Web 2.0 Diensten für verschiedenen Gruppen in einem Unternehmen um ihre jeweiligen Ziele zu erreichen.
- Die Personalabteilung nutzt FaceBook, Xing oder LinkedIn um neue Mitarbeiter zu finden.
- Die Marketingabteilung möchte Traffic generieren und interessiert sich darum mehr für Social Bookmarking und News Dienste wie Digg, Reddit, StumbleUpon oder Youtube um firmeneigene Inhalte zu platzieren.
Quelle: WebGuild
by Markus on October 3, 2008
So lautet der Titel eines Artikels von Lidja Davis bei ReadWriteWeb, der die Keynote von Charlene Li (Autorin von Groundswell) vom Social Media Marketing Summit 2008 zusammen fasst. Dabei geht es um die Fragen wie sich Marketing verändert, was sind Best Practises und Gefahren und wie fängt man überhaupt mit Social Media in einem Unternehmen an.
Dazu schlägt Charlene Li 4 Schritte zur Entwicklung einer Social Media Strategie für ein Unternehmen vor:
- Who is your audience?
- Very clear goal
- Action plan
- Tools, tactics, techniques
Der Artikel bietet eine schöne Zusammenfassung mit einigen nützlichen Tipps.
Quellen: ReadWriteWeb
by Markus on July 16, 2008
Die Vögelchen zwitscherten es ja schon seit letzter Woche von den Dächern, doch erst am Montag gab der Microblogging-Dienst Twitter die Übernahme des Such- und Filterdienstes Summize und seiner 5 Mitarbeiter für einen unbekannten Betrag bekannt. Laut Silicon Alley Insider sollen es jedoch 15 Mio Dollar gewesen sein.
Die bei Twitterati sehr beliebte Suchfunktion von Summize wurde inzwischen unter search.twitter.com integriert und eine Besuch bei Summize wird zu Twitter weitergeleitet. Dort findet sich eine erweiterte Suchfunktion und eine Liste von Operatoren, mit denen sich die zahlreichen Einträge komfortabel durchsuchen lassen. Die API von Summize soll in naher Zukunft ebenfalls in Twitter intgeriert werden.
Bei Techcrunch gibt es ein Video-Interview mit Evan Williams, einem der Gründer von Twitter, über die aktuelle Situation bei Twitter (Mitarbeiter, XMPP, Features, Geschäftsmodell) und die Hintergründe der Summize-Übernahme.
Ebenfalls lesenwert sind Steve Gillmors Gedanken zu der Übernahme, ihre Bedeutung für Twitter, dessen Geschäftsmodell und Twitter in Unternehmen.
Weitere Informationen und Quellen: TechCrunchIT, Twitter Blog, Summize Blog, heise, Golem, TechCrunch, Fred Wilson, John Borthwick, ReadWriteWeb, Netzwertig, Mashable, Silicon Alley Insider
by Markus on March 20, 2008

Amazon bietet seit heute eine API für sein Logistikangebot in Form eines frei zugänglichen Webservices (Amazon FWS) an. Über das Fulfillment by Amazon können Online-Händler ihre Waren in Logistikzentren von Amazon zwischenlagern, kommisionieren und versenden lassen.
Die Produkte werden dabei, so wie ich es verstanden habe, von einem Lieferanten des Online-Händlers direkt an das Lager von Amazon geschickt, oder vom Händler selbst. Dort lagern sie gegen eine volumenabhängige Gebühr bis sie für eine Bestellung von Amazonmitarbeitern in Kartons des Händlers verpackt und direkt von Amazon an den Kunden des Online-Händlers verschickt werden. Dabei spielt es keine Rolle ob der Kunde die Bestellung über Amazon oder einen anderen Verkaufskanal des Online-Händlers getätigt hat.
Bisher dachte ich, das Angebot gäbe es nur in den USA. Stimmt jedoch gar nicht (mehr?). Das Fulfillment by Amazon wird auch in Deutschland angeboten, neben USA und Großbritannien.
Mich würde jetzt brennend interessieren ob jemand damit schon Erfahrungen in Deutschland gemacht hat und wo man sich darüber am beten informieren kann. Vielleicht anhand eines beispielhaften Szenarios oder Fallstudie mit einer Beschreibung wie das realisiert wurde.
by Markus on March 13, 2008
Dass Mitarbeiter von Google einen festgelegten Teil ihrer Arbeitszeit in eigene Projekte investieren sollen dürfte bekannt sein. Doch das allein fördert noch lange kein Innovationen. Welche Philosophien und Systeme Google dazu verwendet, den Unternehmergeist bei seinen Angestellten zu wecken, hat Marissa Mayer an 9 Punkten festgemacht.
- innovation, not instant perfection
- ideas come from everywhere
- a license to pursue your dreams
- morph projects don’t kill them
- share as much information as you can
- users, users, users
- data is apolitical
- creativity loves constraints
- you’re brilliant? we’re hiring
Das Ganze kann natürlich nur funktionieren, wenn die Zusammenarbeit der Mitarbeiter optimal funktioniert. Passend dazu fand am 11. März ein Webinar des KM World Magazins zum Thema Innovation @ Google statt. Davon gibt es hier die Präsentation (Scribd), in der viele Einblicke in das Intranet gegeben werden und Screenshots der Programme abgebildet sind, mit denen die Google Angestellten arbeiten.
- Google Projects – Aufgaben- und Projektplanung
- Google Ideas – Forum für neue Ideen
- Google Caribou – die aktuellste Version von GMail
- Moma Intranet & Search – die zentrale Intranetseite
- Google Expert Search – ausführliche Mitarbeiterprofile
- Google Docs – in der aktuellsten Version
Eine Zusammenfassung des Webinars gibt es bei beu blog und Google Blogoscoped.
Tags: google,intranet,innovation
by Markus on March 10, 2008
Im Englischen bedeutet der Begriff Technology Populism
an adoption trend led by a technology-native workforce that self provisions collaborative tools, information sources, and human networks — requiring minimal or no ongoing support from a central IT organization
Anders ausgedrückt: Immer mehr Menschen benutzen die einfachen, intuitiven Internetanwendungen, die sie aus ihrem Privatleben gewohnt sind, auch im Arbeitsalltag und provozieren damit ungewollt Risiken für Unternehmen und deren IT Abteilungen.
Sarah Perez hat diesen Trend hier genauer unter die Lupe genommen und zieht den für IT Abteilungen unangenehmen Schluß
More than anything, IT Managers need to realize that the power of individuals to provision their own applications, information, and social networks is a trend that’s unlikely to stop. They can block sites on their firewall, but as users venture out on laptop computers beyond the company’s walls, those sites become accessible again.
und weiter
The IT manager needs to stay current with what’s happening in the business IT world, yes, but also in the consumer web application space as well. Company policies need to be written up to address the use of social tools and guidelines need to be put in place about the sources of trusted information.
It may also be time for IT Managers to give some web apps a try. Web apps like Spiceworks offer an in-house installation of a web-based inventory analysis program, and could be a good alternative to the static, manual databases used in the past. IT Managers will need to determined which tools they sanction and which tools need to be avoided, while ultimately keeping not just their department’s needs in mind, but the needs of the business as a whole.
In the end, it’s the IT Manager who will determine where the company stands in regard to Technology Populism, and that may be one of the more critical decisions a business will make in the coming days and months as Tech Populism becomes the new reality.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich das Glück habe, nicht auf die in dem Artikel erwähnte vorgefertigte Arbeitsumgebung angewiesen zu sein, sondern meine gewohnten Werkzeuge auch bei der Arbeit einsetzen zu können.
by Markus on March 6, 2008
Letzten Dienstag fand am ersten Tag der CeBIT 2008 der Enterprise 2.0 Summit statt und bot einen Überblick zu den Themen Social Software und Web 2.0 im Unternehmen. Das Programm der eintägigen Konferenz enthielt Keynotes und Best-Practice Beispiele, die von bekannten Referenten vorgetragen wurden. Für alle, die so wie ich leider nicht daran teilnehmen konnten, hab ich einige Links zusammen getragen.
Bei Martin Koser gibt es live gebloggte Artikel zu den Vorträgen von Simon Wardley, Dion Hinchcliffe, Euan Semple, Jeff Schick, Wieland Stützel, Jenny Ambrozek und eine Zusammenfassung des Panels am Ende der Konferenz.
Einzelne Beiträge zur gesamten Konferenz findet man bei padawan.info, zungu.net, c/o operative, human network competence und fanpod (1, 2).
by Markus on March 5, 2008

Copyright © bySunset Sailor
Nicholas Carr spekuliert in einem Beitragüber die Strategie von Microsoft hinsichtlich dessen Ausrichtung und Umgang mit Webanwendungen, die unter dem Stichwort SaaS zur Zeit die Unternehmenslandschaft beschäftigen.
Danach kümmerte sich Microsoft in den letzten Jahren zuerst um die Aktualisierung der Cash Cows (Windows Vista, Office 2007 …) und den Aufbau neuer Rechenzentrenaus diesen Erlösen um die Infrastruktur für die kommenden Webanwendungen bereit zu stellen. Da diese Maßnahmen inzwischen so gut wie abgeschlossen sind beginnt nun die Phase der Transformation nach der Vorgabe “software plus service”.
Mit Office Live Workspace betritt Microsoft die große Bühne und bietet eines seiner bekanntesten und in Unternehmen weit verbreitetetes Produkt als Webanwendung an. Dabei dürfte für Sharepoint als Webanwendung sicherlich die relativ einfache technische Umsetzung gesprochen haben. Programme wie Excel, Word oder Powerpoint mit dem gleichen Funktionsumfang in einer Version für das Web anzubieten ist sicherlich aufwendiger. Darum werden diese zunächst nur um Funktionen erweitert, die auf Webservices basieren.
Nach Carr wird die Transformation in 3 Bereiche aufgeteilt:
- Desktopanwendungen um Webservices erweitern und langfristig auf eine serviceorientierte Architektur umstellen
- Versionen der Hauptprodukte für das Web anbieten
- sukzessiver Ausbau der Rechenzentren
Es ist auf jeden Fall spannend die nächsten Schritte des alten Microsoft zu beobachten. Wie passen sie in dieses Schema und wo lässt sich der Einfluß von Ray Ozzie, dem Nachfolger von Bill Gates in der Rolle des Chief Software Architect, erkennen?
by Markus on March 5, 2008
Seit einigen Tagen bietet Microsoft die Möglichkeit, sich mit einer Windows Live ID in einem gehosteten Sharepoint anzumelden und dieses zur zentralen Verwaltung von Dokumenten und der gemeinsamen Arbeit daran zu nutzen. Dieser Office Live Workspace genannte Dienst wurde bereits seit Ende 2007 in einer geschlossenen Betaphase getestet und nun für jederman geöffnet. Nach dem Login wird ein perönlicher Arbeitsbereich bereit gestellt, der vom Look & Feel her dem bekannten Sharepoint entspricht, allerdings nur einen abgespeckten Funktionsumfang enthält.
Im Gegensatz zu vergleichbaren Angeboten von Google und Zoho können Dokumente nicht online bearbeitet werden, sondern müssen über ein Plug-In in den antsprechenden Office Anwendungen geöffnet und bearbeitet werden. Benutzer können in Office Live Workspace nur kommentieren oder ein Dokument mit verschiedenen Zugriffsrechten versehen, um die Versionierung und Aktualisierung eines Dokuments kümmert sich das Plug-In. Eine schnelle Funktionsübersicht bietet WebWorkerDaily während ReadWriteWeb einen detaillierten Vergleich der Funktionalitäten mit dem Angebot von Google vornimmt.
Mit Office Live Workspace springt Microsoft auf den SaaS Zug auf, versucht aber noch immer seine Vormachtstellung mit Windows und der Office Suite zu erhalten, da es nicht möglich ist, Benutzer ohne Windows oder Office an der Zusammenarbeit zu beteiligen. Ein Vorteil ist dagegen, dass zur Bearbeitung der Dokumente die gewohnte Funktionsvielfalt der Office Anwendungen verwendet werden kann
by Markus on February 29, 2008
Matthias Schwenk vergleicht die Ergebnisse einer amerikanischen Studie zum Einsatz von Social Software (Web 2.0) in (US-amerikanischen) Unternehmen und eine neulich von der CoreMedia AG für Deutschland erstellte Studie. Die Befragungen wurden im Jahr 2007 durchgeführt und auch wenn die Fragestellungen nicht genau gleich waren, lassen sich daraus doch einige Schlüsse ziehen.
- Die Frage ob soziale Software genutzt wird, beantworten zwischen 54% und 74% der befragten Unternehmen in den USA positiv. In Deutschland ist die Spannweite zwar ähnlich, bewegt sich mit 2% bis 21% jedoch auf einem deutlich niedrigeren Niveau.
- In Deutschland können 25% der leitenden Mitarbeiter noch immer nichts mit dem Begriff Web 2.0 anfangen, während sich diese Frage in den USA erübrigt.
- Bei der Nutzung sozialer Netzwerke (Xing, Facebook, LinkedIn…) sind die Unterschiede noch deutlicher. 38% der Amerikaner nutzen diese Netzwerke bei der Arbeit, wohingegen diese Quote in Deutschland nur bei 3% bis 8% liegt. Die Gründe für die relativ geringe Verbreitung in amerikanischen Unternehmen, im Gegensatz zum privaten Bereich, liegt an den restriktiven Zugangsbeschränkungen der US-Firmen, die befürchten ihre Mitarbeiter könnten zuviel Zeit in die Pflege ihres Netzwerks stecken. In Deutschland herrscht sogar oft völlige Unkenntnis, vor allem in kleinen Unternehmen.
- Im Gegensatz zu den deutschen haben die amerikanischen Unternehmen klare Vorstellungen vom Nutzen des sogenannten Enterprise 2.0. Dieser liegt für 91% der US-Unternehmen in einer Verbesserung der Kommunikation und Zusammenarbeit, während der Punkt Zusammenarbeit der Mitarbeiter in Deutschland erst an vorletzter Stelle auftaucht wenn es darum geht, die Vorteile der sozialen Software einzuschätzen.
Die breite Masse der deutschen Unternehmen scheint der aktuellen Entwicklung also wieder einmal einige Monate oder sogar Jahre hinterher zu hinken.